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Bigbelly Alingsås, rund 50 intelligente Abfallstationen

Alingsås hat mit einer kleinen Anzahl intelligenter Mülltonnen angefangen und hat heute ein größeres Netz von Bigbelly im Stadtgebiet aufgebaut. Das Fallbeispiel zeigt, wie sich die intelligente Abfallentsorgung von der Testphase zum etablierten Betrieb ausweiten lässt – mit einem besseren Überblick über den Füllstand und den Entleerungsbedarf.

Es fing mit zwei intelligenten Abfallstationen im Zentrum von Alingsås an. Seitdem hat die Gemeinde das System weiter ausgebaut – von eigenständigen, vernetzten Stationen hin zu einem größeren Bestand und modularen Lösungen für die Mülltrennung. Heute umfasst das Projekt rund 50 „ Bigbelly “-Einheiten im öffentlichen Raum.

Das Interessanteste an Alingsås ist daher nicht nur die Anzahl der Haltestellen. Es ist vielmehr, dass die Gemeinde über mehrere Jahre hinweg weitergebaut und das System an die sich ändernden Bedürfnisse der Stadt angepasst hat.

Zwei Bahnhöfe waren der Ausgangspunkt

Im Sommer 2018 stellte die Gemeinde Alingsås ihre ersten beiden „ Bigbelly “-Stationen am Lilla Torget und im Åmanska Park auf.

Die Stationen waren solarbetrieben, verfügten über eine Kompressionsfunktion und waren vernetzt. Sensoren meldeten den Füllstand und informierten den Betriebsdienst, wenn eine Station geleert werden musste. Da die Stationen mobil und mit GPS ausgestattet waren, konnte die Gemeinde zudem die Nutzung verfolgen und die Standorte je nach Bedarf anpassen.

Das gab Alingsås die Möglichkeit, die Technik in einer realen städtischen Umgebung zu testen und Erfahrungen zu sammeln, bevor das System ausgebaut wurde.

Die ersten Erfahrungen führten dazu, dass weitere Stationen hinzukamen

Schon 2019 hatte die Gemeinde die Anzahl auf sechs verdreifacht. Die Stationen befanden sich damals am Lilla Torget, im Åmanska Park, am Stora Torget und entlang der Kungsgatan.

Die Gemeinde gab an, dass das Personal direkt auf dem Handy über die Notwendigkeit der Leerung informiert wurde und dass die Stationen häufiger genutzt wurden als die früheren Papierkörbe. Aufgrund dieser Erfahrungen erwog Alingsås bereits damals, in weitere Einheiten zu investieren.

„Wir waren sehr zufrieden mit den Mülltonnen, die wir hatten, und die Leute, die sie leeren, bekommen die Infos direkt auf ihre Handys.“

Åke Aronsson, damals Projektleiter für Infrastruktur in der Gemeinde Alingsås, 2019

Der nächste Schritt: Von einzelnen Sammelstellen zur Mülltrennung

Bei dem Ausbau ging es nicht nur darum, mehr gleichartige Anlagen aufzustellen. Das System hat sich zudem von eigenständigen Sammelstellen für eine Abfallfraktion zu modularen Sammelstellen weiterentwickelt, an denen mehrere Fraktionen an einem Ort gesammelt werden können.

Im Hinblick auf das Jahr 2026 beschrieb der technische Dienst von Alingsås einen weiteren Ausbau um 22 neue „ Bigbelly “-Behälter. Die neuen Behälter sollten neben den bestehenden Stationen aufgestellt werden, um die Trennung von Kunststoffverpackungen und Restmüll im städtischen Umfeld zu ermöglichen.

Der Ausbau erfolgte zeitgleich mit der Ausweitung der Verantwortung der Gemeinden für die Sammlung von Verpackungsabfällen auf Marktplätzen, in Parks und an anderen belebten Orten ab dem 1. Januar 2026.

Bigbelly-Der modulare Aufbau der Plattform ermöglicht es, bestehende Anlagen bei sich ändernden Anforderungen um weitere Fraktionen und Funktionen zu ergänzen. Das bedeutet, dass die Gemeinde nicht wieder von vorne anfangen muss, wenn die Anforderungen an die Sortierung oder die Kapazität steigen.

Etwa 50 Einheiten in einem wachsenden System

Heute umfasst der Bestand in Alingsås etwa 50 „ Bigbelly “-Einheiten im städtischen Raum. Was als Test an zwei Standorten begann, ist somit zu einem festen Bestandteil der kommunalen Abfallentsorgung im öffentlichen Raum geworden.

Verschiedene Standorte können gleichzeitig unterschiedliche Lösungen haben. Wo eine eigenständige Sammelstelle ausreicht, kann diese weiterhin genutzt werden, während Standorte mit höherer Auslastung oder Sortierbedarf mit mehr Fraktionen und höherer Kapazität ausgestattet werden können.

Die vernetzten Stationen liefern der Betriebsorganisation außerdem Informationen über den Füllstand und den Entleerungsbedarf. Das schafft bessere Voraussetzungen dafür, Einsätze anhand der tatsächlichen Auslastung zu priorisieren, anstatt sich ausschließlich an festen Kontrollrunden zu orientieren.

Ein Beispiel dafür, wie man im richtigen Maßstab anfängt

Alingsås zeigt einen praktischen Weg vom Test zur langfristigen Etablierung auf:

Die Gemeinde hat an einigen ausgewählten Standorten angefangen, beobachtet, wie sich die Sammelstellen im Alltag bewährt haben, und dann weiter ausgebaut. Als neue Anforderungen an die Mülltrennung auftauchten, konnte das bestehende System ergänzt werden, anstatt es zu ersetzen.

Hier geht es also nicht nur um mehr Mülleimer. Es geht darum, wie sich ein System für intelligentes Abfallmanagement geografisch, funktional und im Laufe der Zeit weiterentwickeln kann.

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