Generalsekretär des Vereins ist Sebastian Navab, ehemaliger Kommunikationsstratege des Ministerpräsidenten (S) Göran Persson und heute Geschäftsführer der PR-Agentur Nav. Er erzählt:
– Heutzutage gehören Unternehmen und Organisationen, die sich mit nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen beschäftigen – sowohl in ökologischer als auch in sozialer Hinsicht –, verschiedenen Branchenverbänden an, bei denen das Thema Nachhaltigkeit nicht unbedingt ganz oben auf der Tagesordnung steht. Gleichzeitig steigen die Anforderungen, dass immer mehr nachhaltig sein soll, und immer mehr Unternehmen stellen auf Nachhaltigkeit um.
Deshalb gründen wir einen Verein für alle Akteure, die sich für Nachhaltigkeit einsetzen, zum Beispiel in den Bereichen Energie, Immobilien und Recycling. Wir sind auch offen für andere Akteure, die unser Anliegen unterstützen, egal ob sie aus der Wirtschaft, dem öffentlichen Sektor oder dem gemeinnützigen Bereich kommen.
„Gröna städer“ hat 16 Branchenbereiche mit potenziellen Mitgliedern identifiziert und hat sich zum Ziel gesetzt, alle Akteure zusammenzubringen, die mit nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen im Zusammenhang mit der gesellschaftlichen Entwicklung arbeiten.
„Gröna städer“ will nicht nur Themen im Bereich Nachhaltigkeit vorantreiben, sondern auch seinen Mitgliedern helfen, bessere Geschäfte zu machen.
– „Grüne Städte“ sollen für unsere Mitglieder als Wachhund gegenüber der Politik der Behörden fungieren. Wir wollen aber auch ein Treffpunkt und eine Geschäftsplattform für Partner sein, um die Geschäfte unserer Mitglieder zu fördern – zum Beispiel durch Messen und Geschäftsnetzwerke. Auf diese Weise schaffen wir bessere Voraussetzungen für mehr Nachhaltigkeit in unseren städtischen Umgebungen.
Wenn wir unsere Klimaziele erreichen wollen, muss die Wirtschaft aktiver werden. Das schaffen wir, indem wir mehr Unternehmen dazu bringen, nachhaltiger zu produzieren. Das ist das Hauptziel. Der Mitgliedsbeitrag richtet sich nach dem Umsatz und beträgt ab 5.000 Kronen pro Jahr. Unser Ziel ist es, vor der Almedalswoche 100 Mitglieder zu haben.
– Das Interesse war groß. Schon bevor wir richtig losgelegt haben, haben wir 30 Mitglieder. Neben den Mitgliedern hat „Gröna städer“ auch Partner. Dazu gehören derzeit unter anderem die Svenska Mässan, Husqvarna und United Spaces.
Warum brauchen wir „Grüne Städte“? – Viele der heute existierenden Organisationen basieren auf einer hierarchischen Struktur mit genau derselben Art von Mitgliedern. Wir sind eine moderne Organisation, die auf einer horizontalen Struktur basiert, in der sich unsere Mitglieder eher um ein Thema herum organisieren als danach, welche Art von Produkt sie herstellen. Heute gibt es jede Menge Netzwerke und Organisationen im Bereich Nachhaltigkeit, die von der Politik oder dem öffentlichen Sektor ins Leben gerufen wurden. Es ist gut, über Zukunftsthemen zu diskutieren, aber die Gründer sahen die Notwendigkeit eines Branchenverbands, der proaktiv Themen vorantreibt, die das Potenzial für die Rentabilität der Produzenten verbessern können. Einfach mehr Einsatz, so einfach ist das.
Warum heißt es „Grüne Städte“? – Wenn wir die UN-Ziele und die nationalen Klimaziele erreichen wollen, müssen unsere städtischen Umgebungen nachhaltiger werden.
Schließt ihr mit diesem Namen nicht den ländlichen Raum aus? – Auch auf dem Land gibt es kleine städtische Gebiete. Auch sie belasten die Umwelt. Die Menschen sollten nicht aus den Städten ins Grüne ziehen müssen, sondern das Grüne sollte in unsere städtischen Gebiete Einzug halten, wo viele Menschen leben.
„Grüne Städte“ haben sowohl einen Vorstand als auch einen Beirat mit namhaften Mitgliedern. Im Vorstand sitzen unter anderem Leif Zetterberg, Mitglied der Zentrumspartei und ehemaliger Staatssekretär in der Allianz-Regierung, sowie Vertreter von Vattenfall und Envac. Den Beirat leitet Roger Tiefensee, der von 2006 bis 2011 Fraktionsvorsitzender der Zentrumspartei war.
Fragen der Grünen Städte
- Nachhaltige Beschaffung
- Innovationsentwicklung
- Exportförderung
- Kapitalversorgung
- Umweltvorschriften